Ode an das Leben

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Es wird mal wieder Zeit einen Beitrag zu liefern, dachte Marion heute Morgen! Der letzte war noch im alten Jahr 2016! So sprang mir bei Facebook eine Ode an das Leben mitten ins Herz, was so viel heißt wie ein feierliches Gedicht an das Leben, und in diesem Moment war mir klar – Pablo Neruda hat schon alles aufgeschrieben, was mein heutiger Beitrag zum Ausdruck bringen darf!

 

„Langsam stirbt,
wer Sklave der Gewohnheit wird,
in dem er jeden Tag die gleichen Wege geht,
wer nie seine Überzeugungen hinterfragt,
wer nie etwas riskiert und nie eine neue Farbe trägt,
wer mit niemandem spricht, den er nicht kennt.

Langsam stirbt, wer sich keiner Passion hingibt,
wer Schwarz dem Weiß und wer das Tüpfelchen auf dem “i” jeder Gefühlsregung vorzieht,
besonders jenen Gefühlen, die die Augen zum Leuchten bringen,
die ein Gähnen in ein Lächeln verwandeln und die das Herz vor Kummer bewahren.

Langsam stirbt, wer nicht seine Meinung sagt,
wenn er sich unglücklich bei seiner Arbeit fühlt,
wer, anstatt einen Traum zu verfolgen, die Sicherheit immer der Unsicherheit vorzieht,
wer sich nicht wenigstens einmal in seinem Leben die Freiheit nimmt,
sich vernünftigen Ratschlägen zu entziehen.

Langsam stirbt, wer nicht reist,
wer nicht liest, wer keine Musik hört, wer nicht auch Würde in sich selbst findet.

Langsam stirbt, wer die Liebe zu sich selbst zerstört;
wer sich nicht helfen lässt.

Langsam stirbt, wer die Tage damit verbringt,
über sein Unglück oder über den ununterbrochenen Regen zu klagen.

Langsam stirbt, wer ein Projekt aufgibt, bevor er es beginnt;
wer keine Fragen stellt zu Argumenten, die er nicht kennt,
wer nicht antwortet, wenn man ihn nach etwas fragt, das er weiß.

Vermeiden wir den Tod in sanften Raten, in dem wir uns immer erinnern, dass das Leben eine viel größere Anstrengung verlangt als das bloße Atmen.

Nur mit unendlicher Geduld werden wir wahre Glückseligkeit erreichen.“  Ode an das Leben von Pablo Neruda

 

Ich wünsche Euch von Herzen, lebendig zu sein oder zu bleiben

und ich erinnere mich stehts daran: „Der Mensch wird zum Mensch durch seine Vision“

Herzliche Grüße Marion Kaldenbach

 

Bild: Alfredisimo Cosme

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